Hier finden Sie die wichtigsten Primären Immundefekte auf einen Blick:

Hier finden Sie die wichtigsten Primären Immundefekte auf einen Blick:

Immundefekte mit Störungen der T- und B-Zellen

SCID

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Die Abkürzung SCID steht für „severe combined immunodeficiency", zu Deutsch: schwerer kombinierter Immundefekt. Hierunter lassen sich die PID fassen, bei denen sowohl ein Defekt bei den T-Zellen als auch bei den B-Zellen vorliegt. Dies sind sehr schwere Erkrankungen, da die Abwehr gegen Krankheitserreger massiv gestört ist. Unbehandelt sterben die Kinder im ersten Lebensjahr. Eine Stammzelltransplantation ist notwendig, um die Immunabwehr herzustellen.

Weitere Informationen unter:

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_ki.shtml


Kombinierte Immundefekte

Neben den schweren kombinierten Immundefekten (Link zu SCID) gibt es auch kombinierte Immundefekte (CID, combined immunodeficiencies), bei denen ebenfalls B- und T-Zellen betroffen sind, aber noch eine Abwehrfunktion vorhanden ist. In Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Defekt verlaufen diese weniger schwer. Die Therapie richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung.

Immundefekte, bei denen der Mangel an Antikörpern im Vordergrund steht

Agammaglobulinämie

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Bei diesem Immundefekt ist die Produktion der Immunglobuline gestört, sodass die Spiegel im Blut sehr niedrig sind (die Vorsilbe „A-" bedeutet „keine"). Die X-chromosomal vererbte Form wird auch als Morbus Bruton bezeichnet. Die Ursache liegt im Fehlen der B-Zellen, die sich beim Gesunden zu immunglobulinproduzierenden Plasmazellen weiterentwickeln. Die Patienten leiden unter häufigen Infektionen von Nasennebenhöhlen, Mittelohr, Bronchien und Lunge. Zusätzliche sind schwere Infektionen wie Sepsis (Blutvergiftung), Entzündungen der Knochen, Gelenke, Hirnhäute und des Gehirns möglich.

Vererbung: X-chromosomal oder autosomal-rezessiv.

Die Therapie besteht in der Gabe von Immunglobulinen.

Weitere Informationen unter:

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_a.shtml


CVID

CVID steht für „common variable immunodeficiency", zu Deutsch „variabler Immundefekt". Unter diesem Begriff werden Primäre Immundefekte zusammengefasst, bei denen eine Verminderung von mindestens zwei Klassen von Antikörpern (IgG und IgA oder IgG und IgM) vorliegt und für die sich keine andere Erkrankung als Ursache finden lässt. Außerdem reagiert das Immunsystem der Patienten im Rahmen einer Impfung nicht im üblichen Maße mit einem Anstieg der Antikörpertiter.

Charakteristisch für den CVID ist weiterhin, dass die Patienten erst im Laufe des Lebens Beschwerden bekommen. Häufig beginnen die ersten Symptome im frühen Erwachsenenalter, doch kann die Erkrankung auch schon bei Kindern oder erst im höheren Lebensalter beginnen.

Wie oben angedeutet, handelt es sich beim CVID um eine Gruppe von Krankheiten und nicht um eine einheitliche Krankheit. Dementsprechend unterschiedlich sind daher auch die Symptome, die beim CVID vorliegen. Aufgrund des Mangels an Immunglobulinen, der definitionsgemäß bei allen Patienten vorhanden ist, leiden die meisten Patienten an wiederkehrenden, teils schweren Infektionen, insbesondere des Atemtraktes und des Magen-Darm-Traktes.

Neben dieser Gemeinsamkeit gibt es aber auch Unterschiede. So finden sich bei einem Teil der Patienten zusätzlich Autoimmunerkrankungen. Dies bedeutet, dass das Immunsystem körpereigene Zellen angreift und zerstört. In Abhängigkeit von den Zellen oder Geweben, die zerstört werden, kann z. B. eine Blutarmut (Anämie), eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder eine Schilddrüsenentzündung resultieren. Einige Patienten entwickeln sogenannte Granulome, kleine knötchenartige Entzündungsreaktionen. Da bei Patienten mit CVID das Risiko, Magenkrebs oder Blutkrebs (Lymphome) zu entwickeln, erhöht ist, ist eine gute Überwachung der Patienten notwendig.

Die Therapie beim CVID besteht in der Gabe von Immunglobulinen. Bakterielle Infektionen werden zusätzlich mit Antibiotika behandelt. Beim Vorliegen von Autoimmunerkrankungen kann auch eine Behandlung zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression) notwendig sein. Um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig.

Weitere Informationen unter:

Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API): http://www.kinderimmunologie.de/cms/CVID.150.0.html

Centrum für chronische Immundefizienz (CCI), Freiburg: http://www.uniklinik-freiburg.de/cci/live/patienten/infoblaetter/CVID.pdf

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_cvid.shtml


Selektiver IgA-Mangel

findid grafiken neu 930px width cwx 2604163Einige Patienten sind nicht in der Lage, Antikörper der Klasse IgA zu produzieren. Obwohl somit keine oder nur sehr wenige Antikörper der Klasse IgA vorhanden sind, zeigen die meisten Patienten keine Krankheitssymptome.

Bei einigen Patienten kann diese Erkrankung allerdings zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen insbesondere der Atemwege führen. Der Magen-Darm-Trakt kann ebenfalls betroffen sein, was sich durch Durchfälle und Verdauungsprobleme bemerkbar machen kann. Ebenso leiden einige Patienten unter Autoimmunerkrankungen, die die Gelenke, die Schilddrüse, den Darm oder die Haut betreffen können. Eine Zerstörung der sogenannten Inselzellen in der Bauspeicheldrüse, die Insulin produzieren, kann zum Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) führen.

Bei einer Gruppe von Patienten mit IgA-Mangel besteht zusätzlich ein Mangel einer Untergruppe (Subklasse) an bestimmten Antikörpern der Klasse IgG. In diesen Fällen kann die Anfälligkeit für Infektionen erhöht sein. Hier kann auch die Gabe von Immunglobulinen hilfreich sein.

Weitere Informationen unter:

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_iga.shtml


Hyper-IgM-Syndrom

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Patienten mit einem Hyper-IgM-Syndrom leiden unter häufig wiederkehrenden Infektionen des Atemtraktes und Gastrointestinaltraktes. Lokale Entzündungen können zu Gewebszerstörungen führen (Ulzerationen). Schwere Infektionen wie Blutvergiftung (Sepsis) sind ebenfalls möglich. Die Leber kann durch eine chronische Infektion mit bestimmten Erregern geschädigt werden. Einige Patienten leiden zusätzlich unter Autoimmunerkrankungen, d. h., ihr Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an, wie z. B. Gelenke, die Leber oder auch Blutzellen.

Wie im Kapitel „Immunsystem" erläutert (Link zu „spezifische humorale Abwehr") findet im Rahmen einer Immunantwort normalerweise ein Wechsel in der Produktion der Antikörper statt. Während zu Beginn der Infektion IgM-Antikörper produziert werden, wechselt der Körper dann auf die Produktion von IgG-Antikörpern. Beim Hyper-IgM-Syndrom ist dies nicht oder nur eingeschränkt möglich. Der IgG-Gehalt des Blutes ist daher stark vermindert, IgM dagegen oft erhöht („hyper" = oberhalb der Norm).

Vererbung: X-chromosomal oder autosomal-rezessiv.

Die Therapie besteht in der Gabe von Immunglobulinen, evtl. sind zusätzlich Antibiotika zur Verhinderung von Infektionen (Prophylaxe) notwendig. Im Falle von schweren autoimmunen Reaktionen kann auch eine Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression) notwendig sein. Komplikationen wie Leberschäden oder Mangel an bestimmten Blutzellen können weitere Therapien notwendig machen.

Immundefekte, die die Fresszellen betreffen

Neutropenien

findid grafiken neu 930px width cwx 2604165Bei diesen Erkrankungen ist die Zahl der neutrophilen Granulozyten, einer Art von Fresszellen, reduziert. Neben sehr schweren Verlaufsformen gibt es auch Erkrankungen, bei denen die Zahl der neutrophilen Granulozyten nur zeitweise (zyklisch) reduziert ist und sich wieder spontan normalisiert. Bei einem Fehlen dieser Zellen ist insbesondere die Abwehr gegen Bakterien gestört. Die Bakterien können somit leicht verschiedene Organe und Gewebe befallen und schwere Entzündungen von Lunge, Haut, Hirnhäuten und verschiedenen Organen hervorrufen.

Die Therapie richtet sich nach dem individuellen Krankheitsverlauf. Neben Antibiotika zur Prophylaxe werden auch Medikamente gegeben, die die Zahl der neutrophilen Granulozyten erhöhen. Bei einigen Erkrankungen ist eine Stammzelltransplantation notwendig.

Weitere Informationen unter:

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_n.shtml


Septische Granulomatose

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Bei dieser Erkrankung sind die neutrophilen Granulozyten (siehe Neutropenie) vorhanden, aber sie arbeiten nicht richtig. Ihre Fähigkeit, Krankheitserreger abzutöten, ist defekt. Dies resultiert, ähnlich wie bei einem Mangel an neutrophilen Granulozyten, in schweren bakteriellen Infektionen der Haut und weiterer Organe. Auch die Abwehr gegen Pilze ist gestört. Der Begriff „septisch" leitet sich übrigens vom Wort „Sepsis" ab – Sepsis wird umgangssprachlich als „Blutvergiftung" bezeichnet. Darüber hinaus entstehen bei der Septischen Granulomatose knotenartige Gewebsneubildungen (sogenannte Granulome, daher die Bezeichnung des Immundefektes als „Granulomatose"). Diese können zu Verengungen z. B. an den Harnleitern oder der Speiseröhre führen.

Vererbung: X-chromosomal.

Therapeutisch werden Medikamente gegen Bakterien und Pilzinfektionen (Antibiotika, Antimykotika) – auch zur Prophylaxe – verabreicht. Darüber hinaus werden teils Interferone (IFN γ), bei Granulomen Steroide (Kortison) eingesetzt. Eventuell kann eine Stammzelltransplantation infrage kommen.

Weitere Informationen unter:

Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API): http://www.kinderimmunologie.de/cms/CGD.143.0.html

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_sg.shtml


Mendelsche Anfälligkeit für Erkrankungen durch Mykobakterien

Bei dieser Erkrankung ist die Abwehr gegen bestimmte Arten von Bakterien gestört, die sogenannten Mykobakterien, zu denen auch die Erreger der Tuberkulose gehören. Sie können die verschiedenen Organe des Körpers und die Knochen befallen und zu schweren Infektionen führen. Einige Patienten sind zusätzlich besonders anfällig für Infektionen mit Salmonellen oder gegen ein bestimmtes Virus (Herpes-simplex-Virus). Die Ursache für die Erkrankung liegt in einer Störung der Kommunikation zwischen Zellen des Immunsystems.

Die Infektionen werden durch eine antibiotische / antimykobakterielle Therapie behandelt, eventuell werden Infektionsherde chirurgisch entfernt. In Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Defekt kann auch die Gabe eines Interferons (IFN γ) hilfreich sein. Gegebenenfalls sollte eine Stammzelltransplantation in Erwägung gezogen werden.

Weitere Informationen unter:

Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API): http://www.kinderimmunologie.de/cms/Mykobakterien.144.0.html

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_ifng.shtml

Immundefekte, die das Komplementsystem betreffen

Hereditäres Angioödem

Das Hereditäre Angioödem ist ebenfalls ein Defekt des Immunsystems. Dieser äußert sich jedoch nicht in einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Infektionen, sondern durch plötzlich auftretende starke Schwellungen der Haut, Schleimhäute oder innerer Organe. Dies kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, beispielsweise durch ein Zuschwellen der Atemwege. Schwellungen im Bereich des Darms können zu schmerzhaften Koliken führen.

Beim Hereditären Angioödem arbeitet ein Protein, das die Aktivität anderer Proteine reguliert, fehlerhaft und kann so die Entstehung der Schwellungen nicht verhindern. Zur Therapie wird ein funktionsfähiges Protein verabreicht, ebenso kann man die Entstehung der Ödeme durch andere Medikamente reduzieren.


Komplementdefekte

Die Proteine des Komplementsystems können Erreger zerstören. Bei einem Defekt bestimmter Komplementfaktoren ist die Abwehr insbesondere gegen zwei Bakterienarten (Meningokokken, Pneumokokken) gestört. Diese können schwere Infektionen verursachen wie Sepsis (Blutvergiftung), Entzündung der Hirnhaut oder der Atemwege. Einige Patienten leiden zusätzlich unter Autoimmunerkrankungen.

Vererbung der meisten Defekte: autosomal-rezessiv.

Um die Abwehr gegen die genannten Erreger zu erhöhen, sollte eine Impfung vorgenommen werden. Gegebenenfalls ist auch die Dauertherapie mit Antibiotika notwendig, um das Risiko einer schweren Infektion durch diese Erreger zu reduzieren.

Weitere Informationen unter:

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_k.shtml

Immundefekte, bei denen sich ein Komplex von Symptomen (= Syndrom) findet

DiGeorge-Syndrom

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Beim DiGeorge-Syndrom liegt eine Fehlbildung des Thymus und weiterer Organe vor. Die T-Zellen jedoch benötigen für ihre Entwicklung den Thymus, um zu funktionsfähigen Zellen auszureifen. Eine Störung im Thymus hat somit eine Störung der T-Zell-Entwicklung und -Funktion zur Folge.

Der Immundefekt kann hierbei unterschiedlich stark ausgeprägt sein in Abhängigkeit von der Restfunktion des Thymus. Patienten mit einem DiGeorge-Syndrom können daher unter schweren, wiederkehrenden Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze leiden.

Im Falle eines schweren Immundefektes empfiehlt sich eine Knochenmarktransplantation. Hierbei können T-Zellen übertragen werden, die bereits eine Reifung im Thymus durchlaufen haben. Bei Mangel an Immunglobulinen sollten diese zugeführt werden.

Neben dem Thymus ist beim DiGeorge-Syndrom auch die Entwicklung des Herzens und seiner Blutgefäße betroffen, sodass eine Herzoperation zur Korrektur notwendig sein kann. Die Fehlbildung der Nebenschilddrüse führt zu Kalziummangel und dadurch zu Muskelkrämpfen. Beim DiGeorge-Syndrom finden sich häufig Auffälligkeiten am Kopf, wie tiefsitzende Ohren oder Gaumenspalten.

Weitere Informationen unter:

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_dgs.shtml

http://www.kids-22q11.de/kids22q11_de/html/default/home-de.html


Hyper-IgE-Syndrom

Beim Hyper-IgE-Syndrom ist – wie der Name schon sagt – die Menge von IgE-Antikörpern im Blut stark erhöht. An der Haut treten häufig Ekzeme (nicht durch Krankheitserreger verursachte Entzündungen) und Abszesse (tiefe Entzündungen, hier durch Bakterien bedingt) auf. Ebenso sind Infektionen der Atemwege häufig, die zu Schäden am Lungengewebe führen können. An Haut, Schleimhäuten und Nägeln finden sich gehäuft Pilzinfektionen, ebenso treten Dellwarzen an der Haut auf (Molluscum contagiosum). Diese werden durch einen Virus verursacht. Zusätzlich können Veränderungen am Skelettsystem (erhöhte Knochenbrüchigkeit, Verbiegung der Wirbelsäule) oder an den Zähnen (Milchzähne bleiben erhalten) vorhanden sein. Auch Autoimmunerkrankungen sind möglich, so z. B. eine Blutarmut durch Zerstörung der roten Blutkörperchen.

Vererbung: autosomal-dominant oder autosomal-rezessiv.

Die Infektionen werden mit geeigneten Medikamenten (Antibiotika, Antimykotika) behandelt. Milchzähne müssen gegebenenfalls entfernt werden, um Platz für die bleibenden Zähne zu schaffen.

Weitere Informationen unter:

Centrum für chronische Immundefizienz (CCI), Freiburg: http://www.uniklinik-freiburg.de/cci/live/patienten/infoblaetter/HIES.pdf


 

Wiskott-Aldrich-Syndrom

Patienten mit einem Wiskott-Aldrich-Syndrom leiden neben der gehäuften Infektionsanfälligkeit unter einer chronischen Entzündung der Haut (Ekzem) sowie unter Blutungen, da neben den Immunzellen auch die für die Blutungsstillung wichtigen Blutplättchen betroffen sind. Häufige Infektionen betreffen die Atemwege, es sind auch schwere Infektionen wie Lungenentzündungen, Sepsis (Blutvergiftung) oder Entzündungen der Hirnhäute möglich. Die Abwehrlage gegen Viren ist ebenfalls gestört, sodass zum Beispiel Windpocken sehr schwer verlaufen können.

Daneben treten Autoimmunerkrankungen auf, die zur Zerstörung von Blutzellen oder Entzündungen der Gelenke, Blutgefäße, des Darms oder der Nieren führen können.

Die Therapie besteht bei schweren Verlaufsformen in der Stammzelltransplantation. Immunglobuline werden gegeben, um den Mangel an Antikörpern auszugleichen. Hochdosierte Immunglobuline können die Zahl der Blutplättchen erhöhen und somit das Blutungsrisiko senken. Bei lebensbedrohlichen Blutungen kann auch die Gabe von Blutplättchen notwendig sein.

Impfungen und die Gabe von Medikamenten gegen Bakterien und Viren sollen das Risiko für Infektionen senken. Autoimmunerkrankungen können eine Behandlung zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression) notwendig machen.

Weitere Informationen unter:

Centrum für chronische Immundefizienz (CCI), Freiburg: http://www.uniklinik-freiburg.de/cci/live/patienten/infoblaetter/WAS.pdf

Immundefektzentrum der Charité (ICC), Berlin: http://www.immundefekt.de/linfo_was.shtml