Der menschliche Organismus ist mit einem ausgefeilten Verteidigungsmechanismus, dem Immunsystem, ausgestattet. Es verwundert nicht, dass dieses hochkomplizierte System an den unterschiedlichsten Stellen defekt sein kann.

Diese nachteilige Situation ist manchen Menschen angeboren: Sie leiden an einem angeborenen Immundefekt (ID). Ihr schwächeres Immunsystem besitzt eine nur eingeschränkte Fähigkeit, auf Infektionen zu reagieren und sie zu überwinden. Die Patienten leiden daher häufiger an Infektionen, die im Vergleich zu Immungesunden einen schweren Verlauf haben und lebensbedrohlich sein können.

Es kann aber auch bei einem gesunden Organismus im Laufe der Zeit, z. B. durch virale Infektionen (HIV) oder Mangelernährung, ein Defekt entstehen. Man spricht hier von einem erworbenen Immundefekt.
Sie sehen, die Ursachen sind ausgesprochen vielfältig. Die qualifizierte Diagnosestellung ist Voraussetzung für die Ursachenfindung und die damit eingehende Therapiemaßnahme. Gerade diese Diagnostik erfordert aber nicht nur Kompetenz auf Seiten des Labors, sondern auch eine enge Zusammenarbeit zwischen dem behandelndem Arzt und dem immunologischem Speziallabor.